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Elektromobilität: Warum wir das Bremsen neu erlernen müssen

Die Bedienung von Elektrofahrzeugen unterscheidet sich von herkömmlichen Fahrzeugen, zumindest wenn man das ganze Potential nutzen möchte. Besonderer Augenmerk liegt hierbei auf der Fußarbeit. Warum erklären wir hier.

Sobald das E-Auto verzögert, also in den sogenannten Schiebebetrieb geht, generiert die E-Maschine elektrischen Strom, der in die Antriebsbatterie gespeist wird. Rekuperation ist der Begriff, der sich dafür eingebürgert hat, manche Hersteller sprechen auch von Regeneration. Fahrer von E-Mobilen verspüren den Effekt als eine gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor gewöhnungsbedürftige Verzögerungswirkung. Die kann so stark sein, dass der Fahrzeugaufbau Nickbewegungen macht, erläutert Bernhard Voß vom südkoreanischen Hersteller Hyundai, der mit dem Ioniq sein neuestes E-Auto im Programm hat. Da dies für den Fahrer weniger störend sei, für Mitfahrende aber umso mehr, gebe es mehrere Rekuperationsstufen.

Auch andere Hersteller verfolgen das Konzept der mehrstufigen Ausbeutung der Bewegungsenergie, die sich ansonsten als Hitze an den Bremsscheiben so oft buchstäblich in Luft auflöst: Beim Opel Ampera-e, beim BMW i3 und beim Smart electric drive wie auch bei Mercedes-Modellen passt sich die Rekuperation in ihrer Intensität automatisch ans Fahrgeschehen an, das ein Radarsensor scannt.

Beim E-Golf von VW kann der Fahrer über den Getriebewählhebel zusätzlich einen"Segel"-Modus aktivieren. "Dann wird nicht rekuperiert. Nur noch der Luftwiderstand oder der Rollwiderstand der Reifen verzögern das Auto. Der E-Motor läuft im Leerlauf mit", erklärt Kolke.

Nissan geht beim Leaf ein Stück weiter und spricht vom One-Pedal-Drive: Selbst an steilen Steigungen und Gefällen könne der Stromer allein durch Lupfen des Pedals vollständig zum Stehen gebracht werden.

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