Elektromobilität: „Wir sehen E-Mobilität als Chance, andere eher als Risiko“

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Sehr interessantes Interview mit Volkswagen-Chef Herbert Diess über Elektromobilität als Chance oder Risiko. Lesenswert!

Mit Blick auf das Elektroauto-Laden meinte Müller, dass der Staat für die Strom-Infrastruktur mit verantwortlich sei und diese nun ausbauen müsse. Die Unternehmen würden 150 Milliarden in die Transformation investieren, der Staat könne sicherlich noch mehr tun, um die gesetzten Ziele zu erreichen. „Wir haben da bislang eine ordentliche Arbeitsteilung, bei der die Mineralölindustrie die Tankstellen betreibt und wir die Autos bauen. Alles können wir nicht stemmen“, merkte Diess an.
Mittel- bis langfristig geht der Volkswagen-Boss davon aus, dass die Elektrifizierung der Autobranche Mobilität günstiger machen wird. Der Konzern entwickele gerade seine Strategie 2030. „Ich verspreche Ihnen: Der Zugang zu elektrischer Mobilität wird einfach und günstig sein. Mobilität insgesamt wird durch Elektrifizierung günstiger werden“, so Diess. Noch sind Elektroautos allerdings meist deutlich teurer als vergleichbare Verbrenner. Bei der staatlichen Subventionierung des Stromer-Kaufs sind sich Diess und die VDA-Chefin daher auch einig.
Mit dem dank „Umweltbonus“-Förderung von bis zu 9000 Euro steigenden Absatz von Elektroautos könne man Skaleneffekte generieren, die das E-Auto wettbewerbsfähig machen, erläuterte Diess. Deshalb komme es so sehr auf die richtigen Rahmenbedingungen an. „Wir haben noch keinen rein marktgetriebenen Hochlauf, sondern einen Turbo durch die Förderung“, sagte Müller. Der Förder-Turbo sei politisch gewollt und auch für eine Übergangszeit notwendig, um die Klimaziele bis 2030 erreichen zu können.

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Quelle: ecomento.de