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Elektromobilität: „Wir verfolgen die mutigste Strategie zur Elektromobilität weltweit“

Sehr interessantes Interview mit Thomas Steg von Volkswagen über die Elektrostrategie.

Wie ernst meint Volkswagen es denn?
Volkswagen hat sich klar entschieden. Wir verfolgen die mutigste und entschlossenste Strategie zur Elektromobilität weltweit. Wir wollen eine neue Welt erschließen, investieren in den nächsten Jahren rund 30 Milliarden Euro. Das Angebot an Elektromodellen vergrößert sich ab Ende 2019 beziehungsweise Anfang 2020 massiv. Mit dem Einstieg in den Massenmarkt müssen sich aber auch die Rahmenbedingungen ändern. Wir haben mit dem Finanzminister zum Beispiel darüber gesprochen, wie ein Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge entstehen kann. Wie es mit E-Dienstwagen weitergeht, vor allem aber, denn das ist das Wichtigste, wie die notwendige Ladeinfrastruktur rasch aufgebaut werden kann.

Bei Ihren Wettbewerbern ist der massive Vorstoß nicht so gut angekommen…Unsere Vorschläge sollten einen Anstoß geben und den Handlungsdruck verdeutlichen. Den hat die Politik selbst mit der CO2- und Klima-Regulierung erzeugt. Ohne Elektromobilität werden wir diese gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllen können. Wir brauchen deshalb ein einheitliches Verständnis der drei großen deutschen Hersteller im Hinblick auf ihre Prioritäten. Das Gespräch zusammen mit dem VDA hat für die notwendige Klarheit und Einigkeit gesorgt: Zur Elektromobilität gibt es mindestens bis 2030 keine gleichrangige Alternative. Weder die Brennstoffzelle noch synthetische Kraftstoffe werden bis dahin serienreif sein. Es war wichtig, diesen Konsens herbeizuführen.

Der Verkehrsminister hat das Konzept der Technologieoffenheit prompt vehement verteidigt. Nach unserer Verständigung mit BMW, Daimler und dem VDA wird vermutlich auch das politische Berlin zu dem Urteil kommen, dass eine einheitliche Position der deutschen Hersteller hilfreich ist. Im Übrigen wird auch der Volkswagen-Konzern im nächsten Jahrzehnt weiter Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren im Programm haben. 2030 werden noch über die Hälfte aller Fahrzeuge einen Verbrennungsmotor haben. Und im Premiumbereich werden Plug-in-Hybride in den kommenden Jahren zumindest in Europa eine wichtige Rolle spielen.

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