Elektromobilität: „Wir wollen führend sein in der Zelltechnologie“

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Der Volkswagen-Konzern setzt voll auf den Elektroantrieb. Der Konzernvorstand Technik der Volkswagen AG und CEO der Volkswagen Group Components Thomas Schmall verantwortet mit den Bereichen Batterie, Ladeinfrastruktur und Fahrzeugkomponenten wesentliche Teile dieser Aufgabe, einen der größten Automobilhersteller der Welt zu transformieren. In einem Beitrag im Porsche Consulting Magazin gewähren Schmall und VW einige detaillierte Einblicke in dieses Unterfangen.

Künftig will VW bei seinen Elektroautos deutlich mehr Teile selbst produzieren als bislang, wie Schmall erklärt: „Bei den aktuellen E‑Modellen deckt unsere Eigenfertigung rund 40 Prozent der Wertschöpfung ab. Mit der Batteriezelle kommt künftig noch das wertvollste Bauteil des E‑Autos hinzu.“ Aktuell macht der Akku eines E-Autos gut ein Drittel der Wertschöpfung aus. Ein wichtiger Teil der Strategie ist Volkswagens Plattformgedanke, also möglichst viele Fahrzeuge auf einer Architektur entstehen zu lassen, welche bei VW Modularer E‑Antriebsbaukasten (MEB) genannt wird. Bis 2030 will der Konzern insgesamt rund 26 Millionen E‑Autos produzieren, einen Großteil davon auf MEB-Basis, welche vor allem von den Volumenmarken Volkswagen, Škoda, Seat und Cupra genutzt wird. Auch Dritte können den Baukasten nutzen: Ford entwickelt derzeit ein rein elektrisches Modell auf MEB-Basis im Fiesta-Format, weitere MEB-Ford sollen folgen.
Als nächsten Schritt peilt Volkswagen einen konzernweit einheitlichen Baukasten an, welcher ab 2026 die bestehenden E‑Auto-Plattformen – neben dem MEB auch die PPE-Plattform des Premium-Segments von Audi und Porsche – ablösen soll. Sie wird Scalable Systems Platform (SSP) genannt und hole beim Thema Effizienz das Maximum heraus, da sich jede Marke etwa bei den E‑Modulen bedienen kann.
In Sachen Batteriezellen dominieren aktuell asiatische Anbieter, was VW allerdings bald ändern will: „Wir wollen führend sein in der Zelltechnologie“, sagt Schmall. Um dies zu erreichen ist der Ansatz der Wolfsburger, nicht mehr wie aktuell üblich die Batterie ins Fahrzeug hinein zu entwickeln, sondern das Fahrzeug von Anfang an um die Batterie herum zu designen. So könne ein einheitliches Batterieformat entwickelt werden, welches kosteneffizient produziert werden kann. „Die Einheitszelle wird technologisch State of the Art sein“, kündigt Schmall an. Mit der neuen Zelle, die ab 2025 gefertigt werden soll, sollen in Zukunft 80 Prozent aller Fahrzeuge aus dem VW-Konzern bestückt werden können.

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Quelle: magazine.porsche-consulting.com