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Geschäftsmodell: Bis 2035 halbiert sich der Gewinn im Handel

Angesichts aufstrebender Online-Plattformen und wachsendem Direktvertrieb könnten Autohäuser laut einer Deloitte-Studie zu den Opfern der technischen Entwicklung werden. Auch Werkstätten und Ersatzteilhändlern stehen schweren Zeiten bevor.

Will die Autobranche zumindest einen Teil ihrer Umsätze und Gewinne künftig retten, muss sie sich bei Vertrieb, Handel und Service auf Vernetzung sowie neue Antriebs- und Mobilitätskonzepte einstellen. Das ist ein Ergebnis der Deloitte-Studie “Future of Sales and Aftersales”, die untersucht, wie sich die vier Megatrends der Branche – Konnektivität, alternative Antriebe, Carsharing und autonomes Fahren –, aber auch generelle Entwicklungen wie der demografische Wandel oder die Urbanisierung bis 2035 auf das Geschäftsmodell der Autohersteller in Deutschland auswirken.
Im Autohandel stehen tiefgreifende Veränderungen an: Wenn sich unabhängige Mobilitätsdienstleister zwischen die Hersteller und ihre Kunden drängen, sänken die Gewinne aus dem Verkauf von Fahrzeugen bis 2035 um 53 Prozent, prognostiziert die Studie. Denn die neuen Vermittler würden mit ihrem direkten Kundenzugang erhebliche Marktmacht innehaben.
Besetzen Online-Makler das Privat- und Firmenkundengeschäft, gerät auch dieser Bereich unter Druck. Automobilhersteller sind daher laut Deloitte gut beraten, eigene Online-Verkaufskanäle zu etablieren und das Direktgeschäft unter Umgehung des traditionellen Autohandels auszubauen. Dadurch könnten sie ihre Vertriebskosten senken, den Wettbewerb zwischen den eigenen Händlern vermeiden und so die Gewinnmarge im Vertrieb steigern.

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