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Geschäftsmodell: Das Mobilitätsuniversum der CCI-Studie 2018

Spannende Einsichten aus dem Connected-Car-Innovation-Index (CCI) 2018. Must read!

Neue Technologien und Geschäftsmodelle läuten das Zeitalter eines gänzlich veränderten Autouniversums ein, dessen neue Ausmaße wir heute noch nicht kennen. Den Versuch einer Annäherung an diesen Kosmos macht das Center of Automotive Management (CAM) in Zusammenarbeit mit carIT im Rahmen des Connected-Car-Innovation-Index (CCI) 2018. Um die marktbezogenen Größenunterschiede alter und neuer Mobilitätsplayer zu illustrieren, werden die Unternehmen als verschieden große Planeten auf Umlaufbahnen um ihre Sonne, dem originären Industriesektor, angeordnet. Jedem Sonnensystem hat das CAM eine industriespezifische Stärke zugeordnet, die durch die Nähe der Unternehmensplaneten zur Sonne hierarchisiert wird. Bei den Autoherstellern ist dies beispielsweise die Innovationsstärke im Bereich Connected Car. In allen drei Sonnensystemen steht die Größe der Planeten für die jeweilige Marktkapitalisierung der Unternehmen.

Und genau in dieser Kategorie fallen beim Blick auf das neue Autouniversum die größten Unterschiede zwischen den Herstellern und Zulieferern auf der einen und den Digital- und Mobilfunkplayern auf der anderen Seite auf. Allein die Google-Holding Alphabet verfügt mit 630 Milliarden Euro über einen Börsenwert, der fast so hoch ist wie die Kapitalisierung der weltweit zehn größten Autohersteller zusammen. Spitzenreiter in diesem Vergleich ist Apple: Das Unternehmen aus Cupertino kam zum Stichtag 14. Juni 2018 auf einen Börsenwert von 802 Milliarden Euro. Im August 2018 hat der iPhone-Konzern in US-Dollar gerechnet gar die magische Billionengrenze überschritten. Beachtenswert sind auch die Marktkapitalisierungen der chinesischen Digitalriesen Alibaba und Tencent, die in der gleichen Liga wie Amazon, Facebook und Co. spielen.
Zu den neuen starken Playern gehören auch die Fahrdienstvermittler Uber und Didi Chuxing. Beide Unternehmen existieren erst seit ein paar Jahren, verfügen jedoch längst über Börsenwerte, die denen der etablierten Autohersteller gleichen oder sie oftmals sogar übersteigen. „Allerdings agieren diese neuen Akteure nicht nach den Spielregeln des alten Autouniversums. Vielmehr befinden sich diese in weitgehend getrennten Paralleluniversen und haben ihre eigenen Erfolgsbedingungen und Geschäftsmodelle“, betont CAM-Direktor und CCI-Studienleiter Stefan Bratzel. Doch diese Paralleluniversen stießen zunehmend aufeinander: Nicht nur innerhalb des eigenen Universums herrsche Wettbewerb, die Unternehmen konkurrierten nun vermehrt auch mit Spielern aus anderen Universen, erklärt Bratzel. „Langfristig entsteht ein neues Mobility Universe, das von wenigen Akteuren kontrolliert wird.“

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