Geschäftsmodell: Ein Besuch in Porsches Zukunftsschmiede

Sehr interessanter Besuchsreport hier vom Porsche Digital Lab in Berlin. Ich bin gespannt, was da noch kommt!

Blockchain, Artificial Intelligence, Internet of Things, neural networks, smart contracts. Wie bitte? Mit welchen veganen Nerds reden wir hier eigentlich gerade? Wir sind doch bei Porsche, oder? Keine Zündschlüssel, keine Schalensitze, kein röhrender Sechszylindersound, keine fetten Reifen. Weit und breit kein Sportwagen in Sicht.

Statt dessen: Tische aus rohen Holzpaletten, gelbe Designersessel, giftgrüne Raumteiler, ein paar Whiteboards, nackte Betonwände und kuschlige Sofaecken zum Brainstormen. Im Kühlschrank lagern Rhabarberlimonade und Bier, auf den riesigen Arbeitsplatten stehen Computer und Laptops ohne Ende. Hunderte von bunten Klebezetteln zieren die Wände und coole Sprüche wie: "Wir sind die Geilsten hier!" oder das Dom-Cobb-Zitat "We need to go deeper!". Vor der Tür ein schwarzes Fahrrad und ein orangeroter Emmy-Elektroroller. Willkommen im Berliner Porsche Digital Lab.

Was auf den ersten Blick so wunderbar entspannt aussieht, ist alles Teil der neuen Porsche-Strategie. Denn nach den klassischen Brumm-Brumm-Rekorden will das Unternehmen die PS-Branche nun auch bei der digitalen Transformation und neuen Mobilitätslösungen überholen. Neues Ziel des Rendite-Weltmeisters ist es, "mittelfristig einen zweistelligen Prozentsatz des Umsatzes mit digitalen Diensten zu erwirtschaften." Wir erinnern uns: Vor gut zehn Jahren galt bei den alten Puristen der Marke selbst ein mickriges Navi im Neunelfer als peinliches Zugeständnis. Inzwischen gibt es international eine jüngere Porsche-Klientel, die auf neue digitale und multimediale Themen abfährt.

Keine News mehr verpassen!
Quelle: edison.handelsblatt.com