Geschäftsmodell: Fahren wir in Zukunft Flatrate?

Über das Geschäftsmodell Fahrzeugabonnement habe ich schon mehrfach berichtet, die Popularität nimmt zu.

er Autohandel ist im Umbruch. Zwar weiß keiner so recht, wohin die Reise geht. Doch dass die Idee vom Eigentum nicht mehr so richtig aktuell ist, spricht sich herum. Seit den ersten Handyverträgen wird das Prinzip "pay per use", in etwa Zahlen pro Einsatz, populärer. Immer weniger Menschen sind bereit für etwas zu bezahlen, nur um es zu besitzen, wenn sie mit einer Art Nutzungsgebühr viel billiger davonfahren. Davon leben Streamingdienste wie iTunes, Netflix oder auch Amazon Prime nicht schlecht. Weil das auch die PS-Branche erkannt hat, sucht sie händeringend nach Alternativen zum konventionellen Kauf und dem langweiligen Leasing. "Fahren mit Flatrate" lautet das Motto. Das Ideal ist eine Art Abo, mit dem man zu jeder Gelegenheit jedes Auto der Wahl nutzen kann – vollgetankt, versichert und frisch gewaschen natürlich.

Am kreativsten sind dabei neue Marken, die auf keine gewachsenen Strukturen Rücksicht nehmen und sich ihr Händlernetz erst noch aufbauen müssen. Und wenn sie dann noch aus dem Silicon Valley oder aus China kommen, erwartet man von ihnen keine konventionellen Preislisten mehr. Doch Firmen wie Byton, Nio, Faraday Future oder Lynk & Co haben natürlich leicht reden. Denn was sie von Abo-Modellen und Flatrate-Fahren erzählen, sind bislang meist nur Theorie-Gebilde. Bevor sie sich ernsthaft über den Vertrieb ihrer Autos Gedanken machen können, müssen sie diese erst einmal in Serie produzieren oder im ungünstigsten Fall erst noch entwickeln.

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