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Geschäftsmodell: Für wen lohnt sich ein Auto-Abo?

Für wen sind eigentlich Auto-Abonnements geeignet? Schauen wir uns an.

Was da im Detail angeboten wird, ist allerdings so vielseitig, wie die Namen, die sich die Hersteller für die Produkte ausgedacht haben. Vertragslaufzeiten, Modelle, Verfügbarkeit und inbegriffene Kilometer Leistung unterscheiden sich mitunter massiv voneinander. Gemeinsam ist jedoch allen Angeboten, dass es sich um einen „Autobesitz auf Zeit“ handelt, bei dem die meisten Nebenkosten schon abgedeckt sind.

Zum jetzigen Zeitpunkt rechnen sich sich Abo-Modelle weder für die Hersteller, Händler und Startups – noch für die Kunden. Das hat einen Grund: „Um die Modell-Auswahl und Kundenfreundlichkeit eines so genannten Subscription Car Pool-Formats zu gewährleisten, ist ein hoher Lagerbestand mit schneller Verfügbarkeit für alle Kunden notwendig“, sagte René Herrmann gegenüber dem Branchenmagazin Autohaus. Hermann ist Deutschland-Repräsentant der Branchenmarktforschung ICDP. Dieser hohe Lagerbestand sei dabei größter Kostenfaktor und Hindernis, dieses Format wirtschaftlich zu betreiben, ergänzt er. Laut den Berechnungen der Forscher seien davon auch die Angebote deutscher Hersteller betroffen wie „Access by BMW“, „Mercedes me Flexperience“ und „Porsche Passport“.

Außerdem stellt sich die Frage, wie lange die Fahrzeuge als „Neuwagen“ im Abo-Kreislauf zirkulieren können. Die Autovermietung Sixt händelt es so: Sobald das Fahrzeug älter als sechs Monate ist, geht es in die Vermarktung.

Mehr Potenzial sieht Herrmann indes bei Modellen wie „Care by Volvo“ oder Hyundais „Ioniq Limited“. Dabei handelt es sich ebenfalls um Komplettverträge inklusive Steuern, Versicherung und Reparatur und weiteren Dienstleistungen, die je nach Modell variieren. Allerdings schreiben diese längere Laufzeiten zwischen 12 und 24 Monaten vor. Ein solches Modell ließe sich laut ICDP wirtschaftlich besser abbilden, da das Verhältnis zwischen der Anzahl von Abonnenten und vorzuhaltenden Fahrzeugen ausgewogen sei. So entstehen keine zusätzlichen Lagerkosten. Kunden, die frühzeitig ihr Fahrzeugmodell wechseln möchten, zahlen eine Wechselgebühr. Die durch einen Wechsel entstehenden zusätzlichen Kosten für den Anbieter werden also ausgeglichen.

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