Geschäftsmodell: Porsche-Händler sollen finanziell von Functions on Demand profitieren

Sehr interessantes Modell hier von Porsche: die Händler sollen finanziell von Functions on Demand profitieren und Porsche geht als Hersteller bei Fahrzeugausstattungen künftig in Vorleistung.

Porsche-Partner sollen künftig am Verkauf von online buchbaren und individuell freischaltbaren Fahrzeugfunktionen wirtschaftlich teilhaben. „Der Händler wird an diesem Vertrieb beteiligt sein“, sagte Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen am Donnerstag während einer Informationsveranstaltung vor Journalisten. Die Vertriebspartner müssten dem Kunden aber einen Mehrwert bieten. Dieser bestehe darin, die Funktionen zu erklären.

Zubuchbare Fahrzeugfunktionen – auf Englisch „Functions on Demand“ – sind bei verschiedenen VW-Konzernmarken und auch anderen Herstellern ein wichtiges Zukunftsthema. Diese Dienstleistungen sollen bei VW Teil eines sogenannten digitalen Ökosystems des Konzerns werden, das Fahrzeughalter, Fahrzeuge, Händler, Werkstätten und Hersteller miteinander vernetzt und aneinander bindet. Ein Beispiel für eine zubuchbare Funktion könnten laut Porsche besondere Scheinwerferleistungen für Überlandfahrten in der Nacht sein, die der Kunde aber nur im Einzelfall nutzt.

Wie Porsche-Finanz- und IT-Vorstand Lutz Meschke während der Informationsveranstaltung erläuterte, bedeuten Functions on Demand für den Hersteller, dass dieser künftig mitunter Teile in Fahrzeugen verbauen muss, die es erlauben, zusätzliche Funktionen freizuschalten: Wenn die zusätzlichen Funktionen nur durch die Kombination von Hardware und Software funktionierten, müsse der Hersteller „die Hardware vorher schon ins Auto legen und ein Stück weit in die Zukunft investieren“. Der Händler müsse dem Kunden künftig dann „klar machen, dass er zu dem Zeitpunkt, zu dem er das Fahrzeug kauft, im Grundpreis diese Funktion noch nicht mitbezahlt“, sondern erst, wenn er diese nutze.

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Quelle: www.kfz-betrieb.vogel.de