Geschäftsmodell: Volkswagen übernimmt Europcar – und will aus dem Autovermieter eine Mobilitätsplattform machen

Bildquelle: amp2-handelsblatt-com.cdn.ampproject.org

Europcar akzeptiert das Gebot von 50 Cent je Aktie. Für VW ist der Deal ein wichtiger Schritt, um Mobilitätsdienste flächendeckend anzubieten.

VW dürfte mit der Übernahme vor allem auf Infrastruktur und Technologie von Europcar abzielen. Autobauer wollen in Zukunft verstärkt Sharing, Pooling und andere Mobilitätsdienste anbieten. VW hat dafür die Tochter Moia gegründet, mit der solche Dienste bereits heute in Hamburg und Hannover getestet werden. Diese werden in den kommenden Jahren noch an Bedeutung gewinnen – erst recht, wenn auch autonom fahrende Autos zur Verfügung stehen.

VW-Chef Herbert Diess sagte: „Der Aufbau einer führenden Mobilitätsplattform ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer kürzlich vorgestellten "New-Auto-Strategie". Mit ihrem modernen Flottenmanagement und dem breiten Stationsnetz wird Europcar dazu beitragen, dass Volkswagen seine ambitionierten Ziele für den Ausbau von Mobilitätsdiensten schneller erreicht.“

Mithilfe der Stationen von Europcar und dem Vertriebsnetz kann VW künftig Dienste dieser Art auch außerhalb der eigenen Konzerngrenzen und nicht nur über Moia anbieten – beispielsweise einen fahrerlosen Shuttleservice über eine Mietwagenstation an einem Flughafen.

Das klassische Vermietungsgeschäft hingegen ist für VW aus strategischer Perspektive kaum von Bedeutung. Schließlich kann der Autobauer seine Fahrzeuge auch ohne eine Beteiligung an die jeweiligen Autovermieter verkaufen.

Keine News mehr verpassen!
Quelle: amp2-handelsblatt-com.cdn.ampproject.org