Geschäftsmodell: Volkswagen will vermehrt auf OTA-Updates setzen

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Bei Volkswagen soll die Software im Auto künftig eine noch größere Rolle als ohnehin bereits spielen. Das Unternehmen will verstärkt auf OTA-Updates setzen, um neue Funktionen hinzuzufügen und Fehler zu beseitigen. Auch das automatisierte Fahren soll Schritt für Schritt mittels Software um stetig mehr Szenarien erweitert werden.

Eine Roadmap für neue Funktionen in künftigen OTA-Updates gibt es noch nicht, aber VW stellt bereits gewisse Szenarien in Aussicht, etwa beim automatisierten Fahren. Die neue Software- und Elektronik-Architektur soll mittelfristig den Durchbruch des automatisierten
Fahrens und damit ein neues Komfort- und Sicherheitsniveau ermöglichen. Schritt für Schritt sollen mehr definierte Szenarien wie das Fahren auf der Autobahn immer weiter automatisiert werden. Mittelfristig soll die Automatisierung mit Fahrzeugprojekten wie dem Trinity immer weiter hochgefahren werden, die Skala soll im Laufe der Jahre von Level 3 bis hin zum Level 4 reichen. Langfristig gesehen soll auch der Automatisierungsgrad Level 5 umgesetzt werden. Die Weichen dafür seien mit der neuesten Elektronik- und Software-Architektur bereits heute gestellt, sagt VW.

Mehr OTA-Updates wird es aber auch aus einem anderen Grund geben, den derzeit viele Autohersteller verfolgen. „Volkswagen betrachtet progressive Software als elementaren Faktor der Wertschöpfung“, was nichts anderes bedeutet, als dass Volkswagen damit auch im Bereich After Sales Potenzial für neue Umsatzquellen sieht. Umsatz soll demnach nicht nur das Auto selbst zum Kauf generieren, auch im Nachhinein erworbene, teils schon ab Werk verbaute, aber noch deaktivierte Features, werden damit vermehrt Einzug halten. VW sagt dazu: „Im künftigen Geschäftsmodell 2.0 will das Unternehmen neue Erlöse in der Nutzungsphase seiner Autos generieren – mit Lade- und Energiedienstleistungen, mit softwarebasierten Funktionen, die der Kunde je nach Bedarf zubuchen kann, oder auch mit dem automatisierten Fahren.“

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