Geschäftsmodell: VW will E-Leasingautos selbst weitervermarkten, um Kontrolle über Batterien zu behalten

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Die Umstellung bei Volkswagen von Verbrennern auf mittel- bis langfristig vor allem Elektroautos bringt auch Änderungen im Vertrieb. Das neue Agenturmodell, bei dem Händler nur noch als Vermittler auftreten, ist bereits eingeführt. Volkswagen will künftig zudem Leasingrückläufer seiner Elektroauto-Familie ID. länger selbst weitervermarkten, um die Kontrolle über deren wertvolle Batterien zu behalten.

Der Wert der Batterie bleibe auch dann erhalten, wenn der Wert des sie umgebenden Fahrzeugs im Laufe der Zeit abnimmt, erklärte Diess. Dieser Wert könne dazu beitragen, die Restwerte hoch zu halten, sodass Zweit-Leasingverträge erschwinglicher würden. „Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass die Restwerte für Elektroautos höher sein könnten als für Autos mit Verbrennungsmotor, denn selbst wenn das Auto völlig wertlos ist, gibt es immer noch eine Batterie“, so der Volkswagen-Chef.
Nach dem Einsatz in Elektroautos verfügen Batterien in der Regel noch über 70 oder 80 Prozent ihrer ursprünglichen Energiekapazität. Für den erneuten Einsatz in Pkw ist das zu wenig, die Akkus lassen sich aber noch längere Zeit etwa als stationäre Stromspeicher für erneuerbare Energien nutzen. „Die Aufgabe für unsere Organisation besteht darin, wirklich zu versuchen, die Batterien zu behalten und voraussichtlich in einem zweiten oder dritten Leasingzyklus für das Auto einzusteigen und die Batterien dann wiederzuverwenden“, sagte Diess. Dieses Vorgehen müsse noch in den diversen Märkten ausgearbeitet und mit den Händlern vereinbart werden, Volkswagen würde aber „gerne jede einzelne der Batterien für immer behalten“.

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Quelle: ecomento.de