Geschäftsmodell: Wie Volkswagen Strom zur Erlösquelle machen will

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Volkswagen macht 2022 die Ladekarte mit Plug&Charge überflüssig. Außerdem können bald einige ID-Modelle bidirektional Laden, also Energie aus der Fahrzeugbatterie an Verbraucher abgeben.

„Wir schlagen die Brücke zwischen OEM und Energiewelt“, sagt Elke Temme. Im Jahr 2019 wurden ihr zufolge 6.500 Gigawattstunden erneuerbarer Energie abgeschaltet, weil es im Netz kein ausreichendes Speicherangebot gab. Mit der Energiemenge hätten 2,7 Millionen Elektroautos ein Jahr lang betrieben werden können. Das ist vor allem für Flottenbetreiber interessant, aber auch für den Volkswagen-Konzern, der die Speicherkapazität über alle Marken hinweg bündeln kann. Die Elli-Cloud bildet das Bindeglied zwischen Haushalt, Auto und Stromnetz. Der Konzern erreicht demnächst die Marke von 200.000 E-Fahrzeugen. „Mit einem derartigen Speichervolumen können wir Regelenergieprodukte anbieten und neue Profit Pools am Energiemarkt erschließen“, sagt Temme.

Die Übertragungsnetzbetreiber zahlen gut für kurzfristige Abnahme von Energie als auch deren Bereitstellung, so dass Netzstabilität gewährleistet wird. „Wir machen hier den ersten Schritt einer neuen Reise“, erklärt Roemheld. Energiespeicher als auch steigende Ladeleistungen sieht er als Differenzierungsmarkmal zum Wettbewerb.

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