Ladeinfrastruktur: Finanzminister Scholz will massiv in die Elektromobilität investieren

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) brachte dazu jetzt ein ehrgeiziges Ziel ins Gespräch: Bis 2030 sollte es „eher eine Million“ Ladesäulen geben. Bislang waren nur 300.000 angepeilt.

Basis für den forcierten Ausbau der Ladeinfrastruktur sind Investitionen in die Stromverteilnetze. Sie sind derzeit nicht dafür ausgelegt, die für 2030 angestrebten zehn Millionen E-Autos mit Strom zu versorgen.Eine Ende August veröffentlichte Studie des Thinktanks „Agora Verkehrswende“ kommt zu dem Ergebnis, dass bis 2050 jährliche Investitionen in Höhe von 1,5 bis 2,1 Milliarden Euro in die Verstärkung von Kabeln und Trafos erforderlich sind, um das Verteilnetz für die Elektromobilität fit zu machen.Allerdings unterstellen die Autoren dabei nicht eine Million Ladepunkte, sondern höchstens 300.000. Außerdem gehen sie davon aus, dass es 2030 nur bis zu 7,4 Millionen private Ladepunkte in den Garagen der Republik gibt, in denen E-Autos über Nacht aufgetankt werden können. Um die erforderlichen Investitionen tatsächlich auf 1,5 bis 2,1 Milliarden Euro pro Jahr begrenzen zu können, ist es laut Agora-Studie erforderlich, intelligentes Laden zu ermöglichen. Nur so lasse sich eine teure Überdimensionierung von Kabeln und Transformatoren vermeiden. In der Praxis bedeutet das etwa, dass nicht wochentags um 18 Uhr gleichzeitig der Ladevorgang für Millionen E-Autos beginnt.

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