Start > Hersteller > Mobilitätskonzepte: Wie deutsche Automobilunternehmen im Silicon Valley modernste Technologien entwickeln

Mobilitätskonzepte: Wie deutsche Automobilunternehmen im Silicon Valley modernste Technologien entwickeln

Spannende Einsichten hier wie deutsche Automobilhersteller vom Silicon Valley lernen und profitieren wollen.

Für die Entwicklung digitaler Technologien suchen viele Automobilunternehmen die Anbindung an das Silicon Valley, um nahe bei den Googles und Apples, den Intels und Ciscos zu sein. Hier haben sie das Ohr an den neuesten Trends und schlagen bei Gelegenheit zu. So kaufte der Stuttgarter Zulieferer Bosch das Start-up Seeo, das Batterien entwickelt. Dass der Zulieferer auch Komponenten für das Google-Auto lieferte, ist bekannt.

2015 eröffnete Ford sein Research and Innovation Center (RIC) in Palo Alto. Mittlerweile ist das Entwicklungszentrum eines der größten im Valley. 160 Forscher, Ingenieure und Wissenschaftler arbeiten dort. RIC-Chef Dave Kaminski betont, wie wichtig die Zusammenarbeit mit Dutzenden Start-ups und den fünf Eliteuniversitäten in der Nachbarschaft sei, etwa Berkeley oder Stanford. Das RIC rekrutiert dort junge Querdenker, Programmierer und IT-Spezialisten. Gleich zu Anfang kamen rund 80 Prozent der Teammitglieder aus dem boomenden Technologiesektor. Auch Mercedes und BMW sind im Silicon Valley präsent.

Übergeordnetes Entwicklungsziel der Branche ist das automatisiert fahrende Auto. Zuletzt wurde im Herbst 2017 eine Kooperation von Ford mit dem Start-up Autonomic bekannt. Gemeinsam entwickelt werden soll eine Verkehrs-App, die vollautomatisierte Fahrzeuge ohne Fahrer an Bord für Nutzer verfügbar machen soll. Denn ein selbstfahrendes Auto ohne Pedale und Lenkrad auf die Räder zu stellen ist das eine; es zu dirigieren ist das andere. Ford plant Robotertaxis im sogenannten Ride-Hailing, um individuell von A nach B zu kommen, sowie im Ride-Sharing, wenn Fahrgemeinschaften gebildet werden. Das in San Francisco ansässige Ride-Sharing-Unternehmen Lyft sitzt mit im Boot.

Bereits vor über zehn Jahren investierte Ford in Velodyne, einen Entwickler von sogenannten Lidar-Sensoren zur exakten Erfassung des Fahrzeugumfelds. Auch im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) investierte das Unternehmen ebenso wie bei der hochauflösenden 3D-Kartentechnik, die für vollautomatisch fahrende Autos eine Grundvoraussetzung darstellt. 2017 stieg das Unternehmen bei Argo AI ein, einem von ehemaligen Google- und Uber-Managern gegründeten Start-up.

Keine News mehr verpassen! Jetzt den  Newsletter abonnieren .
Quelle
Menü schließen