Elektromobilität: Porsche testet E-SUV mit vier Motoren

Porsche hat einen Allradantrieb für elektrische SUVs entwickelt, der auf rutschigen Straßen für sicheres Fahren sorgen soll – ohne zusätzliche Sensorik an Bord. Um die Fahrzeuge zu stabilisieren, steuert eine Software alle vier Räder separat an.

Die Software, die Porsche für SUVs mit Allradantrieb entwickelt hat, kann laut den Zuffenhausenern für unterschiedliche Konstellationen und Motoranordnungen eingesetzt werden – auch bei anderen E-Fahrzeugtypen. Beschleunigt der Fahrer, schaltet sie komplett auf Heckantrieb um, in einer scharfen Kurve auf reinen Frontantrieb. „Das Fahrzeug fühlt sich so spürbar stabiler an, selbst für den Beifahrer“, so Funktionsentwickler Rezac. Da die Optimierung rein elektronisch erfolgt, sei es theoretisch sogar möglich, dem Fahrer verschiedene Konfigurationen anzubieten – etwa einen Modus für den Sportwagen-Antritt, einen anderen für sanftes Cruisen.
Die Algorithmen verfolgen ein simples Ziel: Alle Räder sollen sich möglichst gleich schnell drehen. Auf einer trockenen Autobahn lässt sich das leicht erreichen, beim Fahren auf einer verschneiten Bergstraße ist die Aufgabe deutlich schwieriger. Berühren die Vorderräder beispielsweise eine vereiste Fläche, könnten sie – ohne elektronische Eingriffe – durchdrehen. Die Momentensteuerung soll das sofort erkennen und das Drehmoment in Sekundenbruchteilen auf jene Räder umlenken, die sich langsamer drehen und noch Grip haben.

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