Shared Mobility: BMW vollzieht Strategiewende

Sehr interessante Entwicklung bei BMW’s Strategie: Autohersteller statt Mobilitätsdienstleister. Time will tell!

Kurz nach dem wenig inspirierten Auftritt der Marke auf der jüngst zu Ende gegangenen IAA in Frankfurt, hat der neue BMW-Chef Oliver Zipse die Richtung des Münchener Autobauers komplett neu justiert. Statt den Weg zum “Mobilitätsdienstleister” fortzusetzen, den Vorgänger Harald Krüger eingeschlagen hatte, will Zipse sich jetzt auf der Kern- und Stammgeschäft fokussieren, wie der BMW-Boss jetzt gegenüber dem Handelsblatt zu Protokoll gab. Man sei analog zur Luftfahrtbranche keine Airline, sondern ein Flugzeugbauer, erklärte Zipse. Nach dem Dafürhalten des BMW-Chefs solle man sich auf die Stärken als Systemintegrator in Sachen Autobau konzentierend und die führende Rolle bei Design, Qualität und globaler Skalierung mit hoher Flexibilität ausspielen. Anders als die bisher verbreitete These bleibe die Hürde des Einstiegs in den Automobilbau auch im E-Mobilitätszeitalter hoch. Die zeigten die Beispiele von Google und Apple, die ihre Pläne wieder aufgegeben hätten. Das einzig gelungene Beispiel Tesla droht derzeit an der Skalierung und Rentabilität zu scheitern. Umso besser sieht Zipse die Perspektiven beim klassischen Geschäft mit Verbrennungsmotoren, das in Anbetracht der enormen Anforderungen an die Emissionstechnik manchen Anbieter bald kostenmäßig an die Wand drücken könnte, so die Einschätzung. Man rechnet also mit Straucheln der Konkurrenten, schloss aber etwa die von Analysten kolportierte Idee der Übernahme von Jaguar/Land Rover aus. In dem Zuge soll auch die Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen mit Daimler Share Now losgeschlagen werden, man suche derzeit Finanzinvestoren.

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