Shared Mobility: Ridepooling verringert Autoverkehr und schadet nicht dem ÖPNV

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Ridepooling – also Sammeltaxen auf Zuruf – kann helfen, den Autoverkehr in der Stadt zu reduzieren. Das wollen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zusammen mit welchen der TU München herausgefunden haben. Sie haben den Ridepooling-Dienst Moia in Hamburg zwei Jahre lang wissenschaftlich begleitet und eine Verkehrssimulation auf Basis von Online-Befragungen und anderen Daten mit verschiedenen Szenarien aufgesetzt. Der Verkehr werde stärker reduziert, wenn es weniger attraktiv werde, in der Stadt das eigene Auto zu benutzen, lautet ein Ergebnis.

Dabei schade Ridepooling dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht, dieser profitiere sogar, schreiben die Forschenden. Zwar würden Wege von den bereits vorhandenen Verkehrsmitteln auf das neue Mobilitätsangebot verlagert, aber durch den sogenannten Toureneffekt und die bessere Erreichbarkeit von Haltestellen profitiere der ÖPNV. „Wenn zum Beispiel jemand von zu Hause ins Kino und wieder zurück fährt, wird auf dieser Tour mit zwei Wegen oft nur einer mit Ridepooling zurückgelegt, der andere Weg fast immer mit dem ÖPNV“, erläutert Gabriel Wilkes vom KIT den Toureneffekt.
Das Volkswagen-Unternehmen Moia besetze mit Ridepooling die Lücke zwischen Taxi und ÖPNV. Die Passagiere werden dabei unabhängig von einem Fahrplan oder Linienweg befördert, sie können flexibel unterwegs zu- und aussteigen. Wer mitfahren will, ordert das Fahrzeug per Handy-App, ein Algorithmus plant und optimiert daraufhin die Route.

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