Shared Mobility: So sieht Daimlers Strategie für die Mobilität von morgen aus

So sieht Daimlers Strategie für die Mobilität von morgen aus. Sehr spannend!

Das Digitalisierungsvorhaben sei bewusst nicht als klassisches Strategieprojekt inklusive externer Beratung aufgezogen worden. Vielmehr sollte die digitale Transformation über aktives Lernen gestaltet sowie das Know-how der internen Mitarbeiter erweitert und ein Kulturwandel herbeigeführt werden. DigitalLife ruht auf vier Grundpfeilern: Transform: Am Anfang stand die Entwicklung eines strategischen Zielbilds sowie einer Roadmap, um den Konzern als „automotive digital leader“ zu positionieren. Wenn digitalisieren, dann richtigDie digitale Transformation bedeutet für Daimler eigenen Angaben zufolge eine konsequente Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das betrifft die Methoden, nach denen die Fahrzeuge entwickelt, geplant und gebaut werden, die Art, wie der Konzern mit Kunden und Partnern in Kontakt tritt, und nicht zuletzt die Befähigung der eigenen Mitarbeiter für die digitale Welt.Zielbild und Roadmap sind allerdings nicht in Stein gemeißelt. Über regelmäßige Diskus- sionen mit dem Vorstand werden klare Ziele definiert und bei Bedarf angepasst. Ideate: Um den Prozess, Ideen und Innovationen zu generieren, in Gang zu bringen, hat Daimler verschiedene Aktivitäten rund um Ideation & Innovation angestoßen. Das zielt inunterschiedliche Richtungen, intern wie extern. Durch Events wie beispielsweise den „DL Day“ und Open Spaces sowie eine Crowd-Ideen-Plattform sollen Innovationsgeist und eine hierarchiefreie, agile Ideengenerierung im Konzern gefördert werden. Zudem gibt es extern ausgerichtete Programme, zum Beispiel die „Startup Autobahn“ und „The Bridge“, mit deren Hilfe Daimler über den Tellerrand hinausblicken möchte. Im Rahmen von Hackathons kommen außerdem externe Ideengeber mit internen Experten aus den Fachbereichen zusammen und entwickeln erste Prototypen von neuen Produkten. Collaborate: Aufbauend auf einer Online-Community und einem internen Blog, will Daimler die Aktivitätenzur Mitarbeitervernetzung weiterentwickeln. Aktuell führt der Autobauer aus dem Ländle ein Social Intranet sowie verschiedene Methoden wie Design Thinking und „Working out Loud“ ein. Die Ziele: Die interne Zusammenarbeit agiler zu machen, den Wissensaufbau bei den Mitarbeitern zu fördern und eine neue Zusammenarbeitskultur im gesamten Konzern auch über Landesgrenzen hinweg zu schaffen. Change: Zu guter Letzt geht es Daimler darum, Marketing- und Kommunikationsaktivitäten rund um seinen digitalen Wandel zu etablieren. Mittels Roadshows, Workshops & TechTalks von (externen) Top-Speakern soll der digitale Wandel für die Mitarbeiter sichtbar und erlebbar gemacht werden. Um die interne Fehlerkultur zu stärken, werden Fail‘n‘Learn-Nights veranstaltet. Daimlers Formate für DigitalLife scheinen sich mittlerweile gut etabliert zu haben. So berichtet der Konzern, über seine DL-Days rund 1000 Mitarbeiter jährlich zu aktivieren. Auf der Crowd-Idee-Plattform gibt es mittlerweile 75.000 registrierte Nutzer. 2017 wurden dort rund 900 Ideen eingereicht. Auch für Startups scheint Daimler als Kumulationspunkt für ihre Ideen an Attraktivität zu gewinnen. Über 300 Startups bewerben sich jedes Jahr um die Teilnahme an den Programmen Startup Autobahn und The Bridge, 30 von ihnen werden angenommen. Daraus ergeben sich zirka zehn Pilotentwicklungen. Das Ziel, das die Daimler-Verantwortlichen anpeilen, ist, fünf Projekte daraus erfolgreich als eigenes Geschäft im Automotive-Portfolio einzubauen. Ein Beispiel für eine erfolgreiche DigitalLife-Innovation ist „pacTris“.

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